Das Leben eben, Mommy Diaries, Motherhood

All on (re)Board!

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Nun war es auch bei uns kürzlich so weit, die Ananas drohte bald aus ihrer Babyschale zu wachsen. Bei ihrer letzten Mutter-Kind-Pass Untersuchung stellte sich raus dass uns nur 2cm Körpergröße fehlen bis unser geliebtes Maxi Cosi Pebbels Plus nicht mehr sicher genug für sie ist. Nun ja, zugegebener Maßen fühlte sie sich schon länger nicht mehr wohl darin, die halb liegende Position ist für ein Kind das schon mehr als gut sitzen kann wohl ziemlich ätzend und so waren auch die Autofahrten der letzten Monate nicht die aufregendsten. Also setzten wir uns vor das World Wide Web und machten uns erst Mal schlau.

Für uns stand fest: Auch nach der Babyschale fährt unser Kind weiterhin rückwärts gerichtet!

Wenn man sich erstmal auf die Suche nach einem Kindersitz für das Auto macht, wird man überflutet von den verschiedensten Herstellern und Modellen die allesamt vorwärts gerichtet sind. Mich wunderte es dass dies der gängige Standard zu sein scheint. An Auswahl mangelt es einem da nicht. Was mich am aller meisten schockierte war dass wir in zwei Fachgeschäften waren in denen wir eine unzulängliche Beratung bekamen. Das erste Geschäft hatte keinen Reboarder lagernd, weder mit noch ohne ISOFIX Montage. Als die Dame in ihrem Katalog blätterte, man könne ja was reinbestellen, schlug sie uns sogar den falschen Sitz vor mit der Aussage diesen könne man rückwärts montieren – als ich selbst den Katalog zur Hand nahm las ich allerdings dass dieser lediglich schwenkbar war um das Kind bequemer reinsetzen zu können. Ernüchtert von der Kompetenz fuhren wir zu einem größeren Händler wo auch die Beratung gut passte, sie hatten einen Sitz lagernd aber am Ende des Gespräches sagte uns die Verkäuferin sie habe nun nochmals nachgelesen und leider müsse man den Sitz ab 9kg nach vorne drehen. Das war für uns dann natürlich das Aus für diesen Sitz denn Madame Ananas soll so lange wie möglich rückwärts fahren.

Die richtige Beratung

kindersitz.jpgAuf vielerlei Empfehlungen wandte ich mich an Reboard Kindersitze wo ich einen Beratungstermin vereinbaren konnte. Auch die Zwergperten wurden mir oft empfohlen.

Vorab gab ich bekannt welche Automarke wir fahren, dass wir keinen ISOFIX eingebaut haben und wie alt und schwer unsere Tochter ist aber auch vor allem dass wir einen Reboarder haben wollen. Bei dem Treffen zur Beratung hatte der Berater bereits passende Modelle für unsere Bedürfnisse und unser Auto mit, wir konnten alle einbauen und ausprobieren. Wir wurden sehr kompetent über die Vor- und Nachteile aller in Frage kommenden Sitze beraten und wir konnten uns mit einem sicheren Gefühl noch an Ort und Stelle für einen der Sitze entscheiden. Darauf folgend wurde dieser für uns bestellt und auch beim Einbau wurde uns geholfen. Man hat uns den Einbau ganz genau erklärt damit wir ihn, wenn nötig, auch mal aus und wieder einbauen können. Ich bin so glücklich dass wir der Empfehlung nachgegangen sind und nun mit ruhigem Gewissen die Straßen unsicher machen können.

Ich kann jedem nur empfehlen sich eine gute Beratung zu suchen damit der richtige Sitz für eure Bedürfnisse und Wünsche gefunden wird, schließlich wird er euch ein paar Jährchen begleiten.

BeSafe iZi Plus

BeSafeiZiPlus

Entschieden haben wir uns für den BeSafe iZi Plus den man theoretisch ab der Geburt bis ca. 6 Jahren benutzen kann. Natürlich kommt es bei der Dauer der Benutzung auf das jeweilige Kind an, manche wachsen schneller, manche sind leichter andere schwerer – da sollte man sich an die Herstellerangaben betreffend Körpergröße und Körpergewicht halten. Dieser Sitz ist zugelassen bis 25kg, hat den schwedischen Plus-Test bestanden und wird ausschließlich entgegen der Fahrtrichtung verwendet. Auszeichnend finden wir die vorhandene Liegeposition, wenn das Kind einschläft kann man den Sitz leicht Kippen damit der Kopf nicht nach vorne hängt.

Was der ÖAMTC dazu sagt

Neugeborene Kinder werden grundsätzlich in rückwärtsgerichteten Babyschalen befördert. Bis zum Alter von etwa 15 Monaten oder maximal 13 Kilogramm Körpergewicht sollte jedenfalls diese Form der Beförderung beibehalten werden.

Die Vorteile in der Sicherheit bei einer Frontalkollision überwiegen, die Sicherheit bei einer Kollision von der Seite ist gut und die Handhabung problemlos.

Auch ab dem 15. Monat ist es günstiger für das Kind weiterhin rückwärtsgerichtet zu sitzen, ein geringeres Verletzungsrisiko bei einem Frontalcrash ist gegeben.

Reboard-System:

Beim „Reboarder“ sind Kinder bis etwa 3 Jahre entgegen der Fahrtrichtung im Pkw gesichert.

Grundsätzlich bietet eine rückwärtsgerichtete Sicherung von Kindern vor allem bei einer Frontalkollision Vorteile, da die Belastung breitflächig über den Rücken des Kindes übertragen wird und somit keine erhöhten Halskräfte auftreten können, bei seitlichen Kollisionen liegen diese Sitze tendenziell hinter vorwärts-gerichteten Systemen und verspielen daher einen Teil ihres Sicherheitspotentials.

Mit zunehmender Körpergröße und Gewicht des Kindes wird es aber zur Herausforderung für den Sitzhersteller entsprechende Systeme so zu gestalten, dass diese sicher im Fahrzeug befestigt werden können und dem Kind neben der Sicherheit auch noch ein halbwegs erträglicher Sitzplatz angeboten wird. Dies gelingt dank Isofixbefestigung besser als mit klassischer Gurtmontage, denn hier sind Zusatzgurte erforderlich und damit wird der Einbau deutlich komplizierter.

Wichtig: Auf keinen Fall darf ein rückwärtsgerichtetes System auf einem Beifahrerplatz mit aktivem Front-Airbag befestigt werden. Bei der Montage auf dem Rücksitz kann es erforderlich sein, dass der Beifahrersitz sehr weit nach vorne geschoben werden muss. Eine vernünftige Sitzposition für Erwachsene ist dann auf diesem Sitzplatz nicht mehr gegeben. Vor dem Kauf von rückwärtsgerichteten Kindersitzen für Kinder über 13 kg sollte deshalb unbedingt ein Einbauversuch im eigenen Fahrzeug durchgeführt werden.

Quelle: ÖAMTC.at

FAKTEN FAKTEN FAKTEN

° Der Kopf eines Kindes ist unverhältnismäßig schwer! Während der Kopf eines Erwachsenen lediglich 6% seines Gewichtes ausmacht, macht der Kopf eines Kindes bis zu 25% des Gewichts aus. Im Falle eines Frontalaufpralls wird beim herkömmlichen Sitz wird nur der Oberkörper durch die Gurte gehalten und der Kopf nach vorne geschleudert. Die gesamte Zugspannung wirkt auf Nacken und Wirbelsäule. Umgekehrt wird beim Reboarder der Körper sowie Kopf in den Sitz gedrückt und die Energie des Aufpralls vom Kindersitz aufgenommen.

° Statistiken besagen dass ca. 59% der tödlichen Unfälle frontal sind, ca. 39% von der Seite, nur 2% von hinten.

° Vergleichstudien von Unfällen in die Kinder verwickelt waren, zeigen dass in diesen realen Unfallsituationen Rückwärtsgerichtete Kindersitze besser schützen.

° Die schwedische Unfallforschung zeigt, dass rückwärtsgerichtete Kindersitze das Risiko schweren Verletzungen zu erleiden um knapp 95 % reduzieren, während vorwärtsgerichtete Kindersitze eine Verminderung des Verletzungsrisikos von nur 60 % aufweisen.

Quelle: Reboard-Kindersitze.at

Anschauliche Crash Animation

Ich hoffe ihr seid an (re)Board mit eurem Reboard! Bussi, Baba und Pfiat eich 🙂

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