Das Leben eben · Mommy Diaries · Motherhood · Travel Diaries

Kunst, Baby! – Auf Rabenbaby-Tour im Lentos Kunstmuseum

*Anzeige/ Danke an das Lentos Kunstmuseum für die freundliche Einladung zur Tour

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Rabenbaby-Tour
Mama, Daddy, Baby. Cool!

Das Kunstmuseum Lentos in Linz bietet spezielle Führungen für Eltern mit Kind/Baby durch die aktuellen Sonderausstellungen.

Kinderwagenmitnahme möglich, Babytrage/Tragetuch bevorzugt. Fläschchen ausdrücklich erlaubt.

20180710_102141(0).jpgCa. Eine Stunde dauert die Führung die speziell auf die Bedürfnisse von Eltern mit Baby zugeschnitten ist und es entstehen dem Besucher keinerlei extra Kosten. Lediglich der Normale Eintritt wie auch sonst immer ist zu entrichten. Für die Führungen sollte man sich beim Teleservice Center der Stadt Linz unter T 0043 732 7070 anmelden und schon steht einem Vormittag voller Kunst und Kultur nichts mehr im Wege.

Am 10. Juli durften wir bei den Ausstellung von Nilbar Güres und Katharina Gruzei, an einer Rabenbaby-Tour teilnehmen und was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

Nice to know:

Das tolle ist, selbst wenn ihr keine Babytrage habt, könnt ihr euch gratis eine ausleihen. Ergobaby stellt den Besuchern der Führung Babytragen zum ausprobieren zur Verfügung. Da wir unsere eigene dabei hatten war es für uns nicht nötig aber dieses Angebot ist super für Mamis und Papis die sich vielleicht noch keine zugelegt haben oder einfach mal ein neues Modell ausprobieren möchten. Top Service!

About the tour:

IMG_1957.jpgUm 10:30 startete unsere Führung, die Gruppe war überschaubar und die Stimmung von Anfang an locker und entspannt. Man fühlte sich sofort in der neuen Situation angekommen, dies war auch zu einem großen Teil der offenen, freundlichen und witzigen Art der lieben Judith aus dem Kunstvermittlungsteam des Lentos zu verdanken. Zu unserer freudigen Überraschung gab es eine zweite Sonderausstellung durch wie wir auch geführt wurden. Es ging also Los mit Katharina Gruzei, eine Ausstellung die uns sofort in ihren Bann gezogen hat. Anschließend durften wir die angekündigte Ausstellung besichtigen: Nilbar Güres, bis heute fasziniert mich das Gesehene, das Gehörte, das Gedachte und das Gefühlte während des Rundganges.

 

 

 

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Will das Kind nicht so wie Mama und Papa? Während diesen speziellen Führungen ist das vollkommen egal! Madame Ananas hat sich beispielsweise kurzzeitig dazu entschlossen sie möchte jetzt das Gehen üben. Kein Problem, man kann immer wieder zur Gruppe dazu stoßen und sich wieder entfernen wie es für einen Selbst und dem Kind passt. Man kann sich jederzeit zum Stillen wegsetzen. Als Madame Ananas zum Beispiel am Einschlafen war, ging der Papa einfach weg damit sie zur Ruhe findet und kam später wieder dazu – hat wunderbar funktioniert und die kleine hat die restliche Tour verschlafen.

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Krabbeln ist natürlich auch erlaubt, da kommt man auch viel schneller voran in so einem großen Raum. Man sollte bei „frei laufenden“ Kindern nur darauf Acht geben dass sie keine Kunstwerke umlaufen oder sich gar reinlegen.

Im Anschluss der Führung kann man sich Alles nochmals in Ruhe alleine ansehen. Man hat all die Zeit die man braucht um die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen.  Wir haben uns nochmals alle Werke von Nilbar Güres genau angesehen, wir waren so begeistert. Ich kann euch die Tour nur ans Herz legen denn die Geschichten die man zu den einzelnen Werken hört, und das mit so viel Leidenschaft, kann kein Alleingang ersetzen.

Wir haben uns auch den Rest des Museums in Ruhe angesehen. Die Sammlung z.B. sowie eine unglaublich tolle Klanginstallation im Raum Lentos. Es gibt so viel zu sehen, zu erfahren, zu interpretieren und zu staunen.

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Die aktuellen Sonderausstellungen:

 

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Quelle LENTOS.at

NILBAR GÜREŞ
Overhead

IMG_1996.jpg15. Juni bis 10. September 2018

Die Kunst von Nilbar Güreş fasziniert durch einen einzigartigen poetischen und humorvollen Erfindungsreichtum, der immer auch seine kritisch-politische Unterseite hat. In ihren Fotografien, Collagen, Objekten und Videos setzt sich Güreş mit Klischees gesellschaftlicher Sichtbarkeit von Frauen in unterschiedlichen kulturellen Feldern auseinander, sei es in ihrem Herkunftsland Türkei oder in Brasilien. Sie entwirft und inszeniert witzig herausfordernde Gegenbilder- und figuren, in denen sie die gängigen Rollenzuweisungen unterläuft. Hintergründig bringt sie zugleich die Abwehrhaltung der westlichen Gesellschaft gegenüber den Kleidervorschriften religiös geprägter Kulturen ins Spiel. Ihre Bilder und Objekte sind von hoher sinnlicher Materialität, merkwürdig rätselhaft, vielfach mit erotischem Inhalt aufgeladen und führen in eine vielschichtige, widersprüchliche und auch nachdenklich stimmende andere Wirklichkeit. Die Retrospektive umfasst Arbeiten von 2006 bis heute, darunter vier für die Ausstellung neu entstandene Produktionen.

Nilbar Güreş ist 1977 in Istanbul geboren, sie studierte an der Fakultät für bildende Künste an der Marmara Universität in Istanbul und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie lebt in Wien und Istanbul.

Quelle: LENTOS.at , Silvia Eiblmayr, Kuratorin

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Quelle LENTOS.at

KATHARINA GRUZEI
Bodies of Work

IMG_1953.jpg15. Juni bis 19. August 2018

Die Auseinandersetzung mit Arbeit ist ein zentrales Thema der Künstlerin Katharina Gruzei. In der Serie Bodies of Work befasst sie sich mit der Linzer Schiffswerft (ÖSWAG). Gruzei begleitete über einen Zeitraum von zwei Monaten mit ihrer Kamera den Bau eines großen Fährschiffs. Mann und Maschine erweisen sich im industriellen Schaffensprozess als perfekt aufeinander abgestimmt. Gruzei sieht den „Arbeiterkörper“ in diesem Zusammenhang als „Verhandlungsort für die stets aktuellen Diskurse um den Stellenwert und die Veränderung von Arbeit.“

Die Künstlerin fotografierte auch außerhalb der Betriebszeiten in der Werft. Wenn sich die Dunkelheit über das Firmenareal legt und der Lärm der Maschinen verhallt, zeigen sich die Motive in einem anderen Licht. Die fremdartig wirkenden Szenarien erweitern den repräsentierten Realitätsausschnitt um neue Zeit- und Raumbezüge. Der fotografische Befund dieser Serie reicht demnach weit über einen dokumentarischen Ansatz hinaus.

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Katharina Gruzei wurde 1983 in Klagenfurt geboren. Sie studierte an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, an der University of California, Santa Barbara und an der Universität der Künste, Berlin. Die Künstlerin arbeitet neben Fotografie mit Film, Video, Installationen, Sound und Projekten im öffentlichen Raum.

Das Projekt Bodies of Work wurde mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramt Österreich – Abt. Kunst und Kultur, des Fotohof Salzburg und der ÖSWAG Linz realisiert.

QUELLE: LENTOS.at  Brigitte Reutner, Kuratorin

 

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Quelle LENTOS.at

 

RAUM LENTOS | Volkmar Klien

Strömen – Queren
Eine Klanginstallation für einen Ort mit Aussicht

IMG_1929.jpg15. Juni–10. September 2018

Das LENTOS lädt im Leseraum zur auditiven Reise und holt die akustische Klanglandschaft der Stadt ins Museum. Der Künstler Volkmar Klien verbindet durch eine 8-Kanal-Audio-Installation Innen mit Außen und Sehen mit Hören.

Die Donau strömt, Menschen queren sie. Und einige andere sehen dem Treiben zu. Vor dem direkten Klang der Dinge geschützt durch die massive Glasscheibe des viele Meter breiten Fensters im Lesesaal des LENTOS lässt sich die Nibelungenbrücke gut überblicken. Das Fenster eröffnet, richtet und rahmt den Blick, während es zugleich das Ohr vom Gesehenen trennt. Die BesucherInnen nehmen auf der Bank in der Mitte des Lesesaals Platz und sind dort von acht Lautsprechern umgeben, die eine Aufweichung der Grenzen der Hörbarkeit entlang der von der Scheibe gebildeten Schnittstelle zwischen Innen und Außen erlauben. Mit Hilfe von an der Außenfassade angebrachten Mikrofonen wird die Welt vor dem Fenster in den Raum geholt und dort in eine mehrkanalige elektronische Komposition eingebettet.

Hören und Sehen – im Alltag fraglos vereint – lösen sich fast unmerklich voneinander, und rücken  ins Zentrum  der aus Lautsprechern errichteten, hybriden Klangumgebung.

Volkmar Klien (*1971 in Hollabrunn) verbrachte seine Kindheit und Jugend in Wien; fasziniert vom Musikleben dieser Stadt mit seinen gloriosen Traditionen und antiquierten Ritualen. Ausgehend von diesem Hintergrund versucht er heute die Möglichkeiten von Komponieren, Musizieren und Hören weit über  klassische Konzertsituationen hinaus zu erweitern. Sein Interesse an den vielschichtigen Verbindungen zwischen den verschiedenen Modi menschlicher Wahrnehmung und den Rollen, die diese in der gemeinschaftlichen Schöpfung von Wirklichkeit einnehmen, führt ihn in die unterschiedlichsten Bereiche hörbarer, wie auch unhörbarer, Kunst. Er ist Professor für Komposition an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.

QUELLE: LENTOS.at Magnus Hofmüller, Kurator

Was gibt es noch?

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Quelle LENTOS.at

Die Sammlung – eine Geschichte mit Zukunft

20180710_101758.jpgDas 2003 eröffnete LENTOS Kunstmuseum Linz zählt mit seiner Sammlung zu den bedeutendsten Museen moderner und zeitgenössischer Kunst in Österreich.

Ausgehend von Sammlungsbeständen, deren Schwerpunkte in Meisterwerken der europäischen Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie einer reichhaltigen Grafiksammlung und qualitätsvollen Fotografiebeständen liegen, spannt das LENTOS den Bogen zwischen der klassisch-historischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Kunstpositionen unserer Gegenwart.
Aufbauend auf der Sammlung des Berliner Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt (1888–1965) wurde der Bestand seit 1953 reichhaltig erweitert. Das LENTOS verfügt über eine Schatzkammer, die mit etwa 1.700 Gemälden und Skulpturen sowie rund 13.500 Grafiken und 1.300 Beispielen künstlerischer Fotografie reichhaltig bestückt ist.

Man kann sich sogar online ( hier klicken ) den Bestand der Sammlung ansehen. 

Wir freuen uns schon auf die Nächste Tour, denn ab jetzt sind wir treue Fans und neue Stammgäste im Kunstmuseum!

Übrigens bietet das Lentos eine Menge für Kinder in den verschiedensten Altersgruppen. Am besten ihr seht beim Kunstvermittlungsprogramm für Kinder rein. Zum Beispiel gibt es das LENTOS Atelier für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren oder das Los Lentoniños für Kindergartenkinder von 4 bis 6 Jahren. Für Kinder ab 6 Jahren gibt es sogar die Möglichkeit ihren Geburtstag im Anschluss einer Führung im Donauatelier zu feiern, das werden wir bestimmt mal machen!

 

 

 

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