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Eine Kutsche für Mademoiselle

 – die Wahl unseres Kinderwagens

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Um ehrlich zu sein hat es gar nicht lange gedauert die Entscheidung auf „unseren“ Kinderwagen zu treffen. Ehrlich gesagt hatte ich ja auch keine Ahnung worauf zu Achten ist, bei so einem Gefährt. Auch wenn uns unter Anderem auch dazu geraten wurde auf einen Kinderwagen zu verzichten, haben wir nach ausführlichen Durchdenken unseres Alltags dazu entschieden, es muss einer her.  Auch wenn wir vermehrt auf Tragelösungen zurückgreifen wollten, die Bequemlichkeit eines Cruisers ist uns doch schon sehr wichtig.

Geht es auch ohne Kinderwagen?

Nun das kommt ganz auf eure Bedürfnisse und euren Alltag an. Bei uns würde dies nicht gehen da sich bei der kleinen Ananas schon von Anfang an eine ausgeprägte Abneigung gegen jede Tragehilfe entwickelt hat. Wer also im Vorhinein beschließt auf den Kinderwagen zu verzichten sollte also im Hinterkopf behalten dass manche Babys nicht getragen werden wollen. Nach drei Monaten kann ich sagen dass sie nicht mehr die Krise kriegt wenn sie in die Trage kommt aber dennoch fängt nach ca. 10 Minuten ein lauter Protest an. Also ist bei unserer Tochter derzeitig die Antwort ein klares Nein!

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Worauf bei der Kinderwagenauswahl achten?

Der Markt ist so überflutet von Marken und Modellen dass man schnell überfordert ist. Daher hatten der Nordmann und ich eine Liste im Kopf, Dinge die uns für den Kinderwagen unserer Wahl wichtig waren.

  1. Ein großer Korb indem wir gelegentliche Einkäufe packen können.
  2. Er muss wendig und robust sein. Sowohl in der Stadt gut einsetzbar als auch auf leichtem Gelände.
  3. Er sollte so einfach zusammen zu legen sein dass ihn auch ich als Frau mit Leichtigkeit aus- und einklappen kann.
  4. Er passt gut in unseren Kofferraum (Das hat uns allerdings wenig eingeschränkt da wir einen recht großen Kofferraum haben)
  5. Er braucht leicht zu bewegende Räder!
  6. Man kann die Sitz/Liegerichtung auf alle Fälle verändern. (Zum Schiebenden oder in Fahrtrichtung)
  7. Der Griff muss für verschiedene Körpergrößen einstellbar sein damit ihn nicht nur ich sondern auch der Nordmann bequem schieben kann.
  8. Der Sportaufsatz muss zu einer geraden Liegefläche gestellt werden können.
  9. Eine Handbremse (diese habe ich mir später aber gespart und bereue es nicht)

Mit dieser Liste im Hinterstübchen gerüstet und ohne uns im Internet erkundigt zu haben gingen wir also los und sahen uns in den Geschäften nach Kinderwägen um. Einen Wagen bestellen ohne ihn gesehen und angefasst zu haben kam für uns unter keinen Umständen in Frage, das mag ich bei den meisten Dingen nicht. An was wir nicht gedacht haben ist dass wir die ersten 5 Monate mit Amelie noch in unserer Altbau Wohnung leben werden. Nein kein schöner Altbau mit Stuck und hohen Decken sondern einer mit einem winzig kleinen Treppenhaus in welches man unmöglich den Kinderwagen stehen lassen kann – wohlgemerkt hätte man hier wahrscheinlich auch das kleinste Modell nicht unterbringen können.

Ich habe mir auch angesehen was andere Instamamis so für Kinderwägen fuhren und schnell fiel mir auf dass die hälfte der Beiträge mit „PR-Sample“ markiert waren und daher konnte ich dann deren Begeisterung nicht mehr ernst nehmen. Also auf in das erste Geschäft und Kinderwägen ausprobiert, aufgeklappt, eingeklappt, auseinander gebaut und wieder zusammen gebaut. Keiner, wirklich keiner hat uns zugesagt. Na dann auf in das nächste Geschäft.

Und da stand er. Der Eine.

Wie magisch zog es uns an allen anderen zu, wie sich später rausstellte, unseren Kinderwagen. Ein Knorr Baby Voletto Jet. Eine Bluejeans/Weiß Kombination die zu uns passte wie die Faust aufs Auge. Ein schöner Cruiser der den Anschein machte als würde er auch zum darin Liegen und später Sitzen sehr bequem sein. Es gab ihn auch in der Variante „Classico“, die einem Retro Kinderwagen mit vier großen Rädern nachempfunden ist aber so sehr uns diese auch gefallen hat, ist sie doch für uns zu unpraktisch. Nichts desto trotz überzeugte uns das sportliche Modell auf ganzer Linie und wir wollten ihn gleich bestellen lassen. Wir haben nicht schlecht gestaunt als die Verkäuferin uns mitteilte dass er sogar in dieser Ausführung inkl. Maxi Cosi Adapter lagernd war. Das war er, unser Kinderwagen. Hat einfach so auf uns gewartet.
Jetzt ist er schon 3 Monate in Gebrauch und wir sind wunschlos glücklich. Er hat uns weder in der Stadt noch im Wald enttäuscht. Wendig, federt gut ab, ist bequem zu schieben und das aller wichtigste: Unsere kleine Ananas fühlt sich darin pudelwohl. Sie liebt es darin zu herumchaufiert zu werden und schläft jedes Mal nach einer kurzen Weile rumfahren friedlich ein. Man kann die Matratze in der Liegeschale sogar leicht schräg einstellen damit Babys auch raus sehen können, das kommt uns die letzten Wochen sehr zu Gute da die Kleine schon ganz neugierig auf die Welt ist aber für den Sportaufsatz noch zu klein ist (und sitzen kann sie auch noch nicht mit drei Monaten). Er ist erstaunlich stabil, wenn wir unsere prall gefüllte Wickeltasche an den Griff hängen kippt der Wagen nicht im entferntesten, man kann ihn also getrost behängen.

Einziger Nachteil im täglichen Gebrauch ist der Korb, er ist nicht wie jetzt viele glauben mögen zu klein – ganz im Gegenteil, ich finde die Größe wunderbar ABER der Korb ist schwer zugänglich durch die Form des Gestells, erst wenn man den Sportaufsatz verwendet wird der Korb zugänglicher. Uns stört das nicht sonderlich aber es muss in einer Beschreibung nun mal erwähnt werden.

TIPP: Wenn ihr nicht die mitgelieferte Wickeltasche benutzen wollt, müsst/solltet ihr euch Haken für eine andere besorgen 🙂

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Wir sind wirklich zufrieden mit unserer Wahl und ich hoffe ich konnte dem einen oder anderen unentschlossenen weiterhelfen.

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5 Kommentare zu „Eine Kutsche für Mademoiselle

  1. Vollgepackt mit wertvollen Zusatzinfos – ich hab jetzt zwar keinen akuten Bedarf an einem Kinderwagen aber der Beitrag hat mir sehr gefallen. Vor allem weil er gleich mit Erfahrungswerten daherkommt! Vielleicht kann ich ihn ja auch mal „Probeschieben“ 😀
    Alles Liebe
    Manuela

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