Motherhood, Preggo Diaries

Pogaca // Погача

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Die Pogaca für ein Neugeborenes ist in meinem Herkunftsland Bulgarien eines der ersten Feste die für das Kind gefeiert werden. Man kann es sich im weitesten Sinne wie eine Babyparty vorstellen aber eben nach der Geburt anstatt davor. Das Fest selbst hat in den verschiedensten Regionen des Landes die verschiedensten Ausmaße und Traditionen. In diesem Beitrag möchte ich euch einen Einblick in das Fest für unsere kleine Amelie geben.

Die Geschichte

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Das Neugeborene wird die ersten 40 Tage nach der Geburt keinen Freunden oder Bekannten gezeigt. Am 40sten Tag feiert man die Pogaca bei der das Kind zum ersten Mal hergezeigt wird, dies aber vorerst ausschließlich weiblicher Verwandter sowie Freundinnen vorbehalten ist. Also ist das ein richtiges Frauenfest bei dem man sich zu Ehren des Kindes trifft.

Das Brauchtum

002.jpgMan kommt bevor es dunkel wird und man geht bevor es dunkel wird besagt der Brauch – es wird also tagsüber gefeiert. Wir hatten hierfür den Nachmittag erwählt. Jede geladene Frau soll etwas süßes mitbringen. Kuchen, Kekse, Bonbons – Alles ist erlaubt! Dies soll dem Kind ein süßes Leben bescheren. Was folgt ist das traditionelle Brot Brechen. Ein selbstgebackenes bulgarisches Hausbrot wird von zwei Frauen, deren Eltern noch leben, über dem Kopf von Mutter und Kind gebrochen. Dies soll beiden immer genug Wohlstand bringen. Anschließend legt man ein weißes Tuch auf das Brot indem alle Gäste Münzen werfen damit sich das Kind „Schlaf kaufen“ kann. Das Tuch wird von der frisch gebackenen Mama zusammengebunden – nicht zu fest damit das Kind nicht geizig wird und nicht zu locker damit es nicht zu verschwenderisch wird. Der nun entstandene Beutel wird über Nacht an die höchste Stelle im Haus gelegt damit das Kind mal viel erreicht. Danach wird gegessen und getrunken und auf das Baby angestoßen. Normalerweise geht man vor dem Fest in die Kirche aber hier gibts keine bulgarisch orthodoxe Kirche, somit haben wir das ausgelassen. Es ging mir hierbei nur um die nette Tradition denn sowas finde ich sehr schön. Zumindest ein bisschen sollte man versuchen Brauchtum weiter zu geben.

 Die Deko

Und jetzt zu meinem Lieblingspart 🙂  Die Dekoration. Ich hab mir so viel Mühe gegeben und es ist so viel süßer geworden als ich es mir hätte träumen lassen. Das einzige was mich im vorhinein total sauer machte ist, dass man hier in Linz wohl keine anständigen Helium Luftballons finden kann. Ich wollte Buchstaben. Stattdessen wurde es dann die Zahl 40 aber im nachhinein war es wunderschön obwohl ich vor meinem inneren Auge andere Ballons geplant hatte. Ich bin so verliebt in die Jausen-Platten die meine Mama extra für diesen Anlass gemacht hatte und ich bin begeistert davon wie wunderschön das Brot aussah. Auch mir klopfe ich für die Deko ein bisschen auf die Schulter, mir gefällt es sehr. Was sagt ihr dazu?

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3 Gedanken zu „Pogaca // Погача“

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